Wissenssicherung von A bis Z · Teil 4/16: Aus Notizen wird ein Dokument

Im letzten Teil ging's darum, aus dem ganzen Rohstoff - den Sprachnotizen, den Stichpunkten - erstmal eine Struktur zu bauen. Heute geht's einen Schritt weiter: Wie wird daraus tatsächlich ein Dokument, das man verwenden kann?
Bei uns sieht das so aus: Da liegen Sprachnotizen rum, die irgendwer zwischen Tür und Angel aufgenommen hat. Dazu Stichpunkte, die auf einem Zettel oder in einer Notiz-App gelandet sind. Für sich genommen ist das alles noch nichts - Rohmaterial eben.
Der nächste Schritt ist, dass das alles zusammengeführt wird. Nicht copy-paste, sondern wirklich sortiert: Was gehört zusammen, was ist doppelt, was fehlt noch. Aus dem Gemurmel der Sprachnotiz und den drei Stichworten auf dem Zettel wird ein zusammenhängender Text, den auch jemand verstehen kann, der nicht dabei war, als die Notiz entstanden ist.
Das ist der Punkt, an dem viele aufgeben, bevor sie angefangen haben. Weil man denkt, das muss man jetzt alles selber tippen und in Form bringen. Genau das ist die Aufgabe, die man abgeben kann. Die KI macht aus dem Wirrwarr einen ersten Entwurf. Nicht perfekt, nicht fertig - aber eine Grundlage, an der man weiterarbeiten kann, statt vor einem leeren Blatt zu sitzen.
Wichtig dabei: Man wirft nicht alles rein und hofft auf ein fertiges Dokument. Man schaut sich den Entwurf an, korrigiert, ergänzt, streicht. Das Wissen bleibt das, was die Leute aus unseren Unternehmen tatsächlich wissen - die KI hilft nur, es in eine Form zu bringen, die man weitergeben kann.
Für mich ist das eine der ungeliebten Aufgaben, von denen es im Alltag so viele gibt. Niemand sitzt gern stundenlang da und bringt lose Notizen in eine ordentliche Struktur. Genau deswegen ist es ein guter Ort, um anzufangen - kleine Hürde, schneller sichtbarer Nutzen.
Im nächsten Teil geht's dann darum, was passiert, wenn Daten anfangen, von selbst zu sprechen.
Zuerst erschienen auf LinkedIn → zum Original
Recherchiert und im Entwurf mit KI-Unterstützung erstellt, vor der Veröffentlichung von Martin Reichle geprüft und freigegeben. Näheres
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