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Wer wartet eigentlich auf meine Antwort?

MR
Martin Reichle
Angewandte KI und digitale Transformation für den Mittelstand
Martin Reichle steht in einer Küche und blickt auf sein Smartphone, daneben vergleichen Textboxen alte manuelle Abläufe mit KI-gestützter Kontaktsortierung, darunter der Titel „500 Kontakte – nichts rutscht durch“.

Ich hab das lange nicht beantworten können. Mails, Teams-Nachrichten, Social Media, Termine, Erinnerungen, Gespräche mit Kollegen – bei mir läuft das auf bis zu 500 Kontakte am Tag hinaus. Irgendwann weißt du nicht mehr, wer eigentlich auf dich wartet. Und wer auf jemand anderen.

Deswegen fang ich mittlerweile klein an, ganz praktisch: Jeden Tag bekomme ich einen Überblick über das, was noch unbeantwortet ist. Nicht als weitere Mail-Flut, sondern sortiert. Die Antwort-Entwürfe liegen dabei schon fertig da – ich muss sie nur noch freigeben, mit einem Tipp. Ein KI-Assistent liest die Kommunikation, interpretiert sie, sortiert und priorisiert, beantwortet manches sogar selbst. Das Gleiche in den Teams-Channels. So bleibe ich auf dem Stand, ohne den ganzen Tag hinterherzurennen.

Und die andere Richtung ist mindestens genauso wichtig: Worauf warte ich eigentlich gerade selbst? Auch das wird mir nachgehalten. Ich werde erinnert, und ich kann erinnern lassen – gerade bei Aufgaben, die man nach draußen vergibt und die nachverfolgt werden müssen. Das ist über den Tag eine enorme Erleichterung. Nicht, weil die Arbeit weniger wird, sondern weil nichts mehr durchrutscht.

Ich sag das ganz offen: Die Erwartungshaltung kann nicht sein, dass man irgendeiner KI die Tür aufmacht und die erledigt alles von allein. Man muss sie anlernen, Prozesse dafür bauen, die Umgebung schaffen. Aber wenn man das tut, merkt man schnell, wie viel Last das aus dem Alltag nimmt – aus meinem, und auch aus dem der Kolleginnen und Kollegen in unseren Unternehmen.

Mir geht's dabei nicht um das große System von Anfang an. Es geht um eine einzige, sehr konkrete Frage: Wer wartet gerade auf mich – und wie kriege ich das wieder in den Griff, ohne dass es mich den ganzen Tag auffrisst? Bei mir war die Antwort: ein täglicher Überblick, fertige Entwürfe, ein Tipp zum Senden. Klein angefangen, aber unterm Strich spürbar.

Wie geht ihr das bei euch an – wer wartet gerade auf eure Antwort, und wisst ihr es überhaupt noch genau?

Zuerst erschienen auf LinkedIn → zum Original

Recherchiert und im Entwurf mit KI-Unterstützung erstellt, vor der Veröffentlichung von Martin Reichle geprüft und freigegeben. Näheres

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