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Update zum Wort zum Sonntag: Das System hinter meinem Dashboard

MR
Martin Reichle
Angewandte KI und digitale Transformation für den Mittelstand
Screenshot meines Strom-Dashboards: links PV-Leistung und Tagesertrag, in der Mitte der Börsenstrompreis mit dem günstigsten Fenster, rechts der Energieplan (Vorschau) mit erwarteten Fahrten und Ladezeiten. Persönliche Angaben sind verpixelt.

Danke für die vielen Kommentare und Nachrichten zu meinem Beitrag von gestern. Damit hatte ich nicht gerechnet. Mehrere von euch haben gefragt, wie das bei mir konkret aussieht. Hier ist der Bildschirm im Flur, was persönlich ist, habe ich verpixelt. Wichtiger als jede einzelne Zahl ist aber das System dahinter, und das ist im Kern ziemlich einfach.

Erstens: Die Sonne kommt zuerst. Jede Kilowattstunde vom Dach soll möglichst im Haus bleiben. Erst füllen sich Speicher und Autos, und die Geräte im Haus sollen genau dann laufen, wenn die Sonne scheint. Einspeisen ist nur der Rest.

Zweitens: Der Börsenstrompreis im Blick. Er sagt mir für den nächsten Tag Stunde für Stunde, wann Strom günstig ist und wann teuer. Heute Abend zum Beispiel 43 Cent, morgen Mittag im Schnitt 29.

Drittens: Wissen, was die Autos brauchen. Der Plan liest die Termine im Kalender und schätzt daraus die Strecke und den Verbrauch: Dienstag zum Beispiel rund 40 Kilometer, das sind etwa 10 kWh. Damit weiß er schon heute, wie voll jedes Auto am Morgen sein muss.

Viertens: Die dunklen Tage vorbereiten. Im Winter reicht die Sonne nicht. Dann will ich Speicher und Autos in den günstigen Stunden mit Netzstrom vollmachen. Der Plan rechnet aus PV-Prognose, Hausverbrauch und dem erwarteten Verbrauch der Autos, wie viel das sein muss, damit die Autos morgens voll sind und das Haus durch den teuren Abend kommt.

Fünftens: Der Strom geht zurück ins Haus. Ab Dezember können meine beiden Autos bidirektional laden. Dann holen sie den günstig gekauften Strom in den teuren Stunden wieder ins Haus. Das Auto wird zum Hausspeicher mit sehr viel Platz.

Im Bild links die Anlage, in der Mitte der Preis mit dem günstigsten Fenster, rechts der Energieplan mit den erwarteten Fahrten. Der Plan ist noch in der Vorschau und steuert nichts, er rechnet nur. Aber er ist genau dafür gebaut: Sobald im Dezember das Bidi-Laden startet, soll er bereit sein und die Autos und das Haus wirklich steuern. Bis dahin sammelt er Erfahrung und ich prüfe, ob seine Rechnung stimmt. Den Akkustand vom Auto kenne ich auch noch nicht, das fehlt noch.

Ehrlich gesagt ist das Bastelei und kein Produkt. Aber es zeigt, was ich mir im Großen wünsche: Strom speichern, wenn er da ist, und nutzen, wenn er gebraucht wird. Was bei mir zu Hause in einem Flur auf dem Bildschirm läuft, sollte im Netz längst selbstverständlich sein.

Sobald der Plan wirklich etwas steuert, schreibe ich, was es gebracht hat. Auch wenn es weniger ist, als ich gedacht habe.

Was würdet ihr an so einem Dashboard gern sehen?

Zuerst erschienen auf LinkedIn → zum Original

Recherchiert und im Entwurf mit KI-Unterstützung erstellt, vor der Veröffentlichung von Martin Reichle geprüft und freigegeben. Näheres

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